19. Mai 2013

We'll meet on the other side


                                                                                         Meine verehrtesten Leser,

fast traue ich es mich ja nicht zu sagen, aber ich bin ab morgen schon wieder (ja, ihr lest richtig) im Urlaub - für all jene, die meinen Blog vielleicht gerade das erste Mal lesen und diese Zeilen hier lesen: das ist natürlich mein erster Urlaub und ich war nicht erst vor drei Wochen in Spanien gewesen. Ganz echt.

Nur zu meiner Verteidigung: Dafür war ich die letzten fünf Jahre kein einziges Mal verreist und habe mehr zur Fraktion "Hey, Urlaub auf Terrassien (die ich jetzt übrigens auch nicht mehr habe) ist doch auch schön!" gehört.
Nun gut, ich heuchle hier Bescheidenheit, dabei bin ich seit Wochen in freudigster Erwartung und wegen mir würde ich auch alle vier Wochen in den Urlaub fahren. Ohne schlechtes Gewissen. Allerdings auch ohne Geld.
Noch eine wichtige Info, für alle, die an meiner Blogvorstellung teilgenommen haben: Ich klopfe mir gerade einmal feste auf die Finger, dass ich es nicht mehr vor meinem Urlaub geschafft habe, aber es war Land unter bei mir in der letzten Zeit und zudem hatte ich so viele liebe Bewerbungen, dass ich leider nicht fertig geworden bin. Die Gewinner werden also erst nach meinem Urlaub, sprich Mitte Juni bekannt gegeben.

 Ich wünsche euch eine schöne Zeit und we'll meet on the other side!

Schneewittchen


16. Mai 2013

Suche Prinz, Zusatzqualifikationen erwünscht.



                                                    Meine sehr verehrten Damen (und einige sehr verehrte Herren).

Dieser Post heute ist dem starken Geschlecht gewidmet - quasi eine Hommage an die Männer, allem Feminismus zum Trotz.
(Ich mag Feministinnen sowieso nicht besonders.)
Wenn man den Schritt zum eigenen Blog wagt und sein geistiges Eigentum nicht nur in schöne Worte, sondern bitte doch auch noch in noch viel schönere Fotos verpacken möchte, hat unweigerlich dieses eine große Problem:
Und wer macht sie nun, all diese schönen Fotos?

So mancher Liebste wird also plötzlich zum Modefotografen ernannt und hat dann die Ehre, seine Herzensdame möglichst Editorial like abzulichten – keine leichte Aufgabe. Die Ausbildung ist mühselig, von häufigen Rückschlägen und Missverständnissen begleitet und ein erfolgreicher Abschluss ist nur selten gewiss.
Nimmt er diese Herausforderung an (ihre gute Laune ist schließlich Gold wert), hat er plötzlich ziemlich viel zu beachten:  Bitte nicht gegen das Licht fotografieren, den richtigen Zeitpunkt erwischen, auf Personen im Hintergrund achten, nicht in dieser Perspektive und goldener Schnitt ? Aha.
Wenn er dann nach strikter Einhaltung jeglicher komplizierter Anweisungen endlich auf den Auslöseknopf drück, voller Stolz und Andacht das Bild betrachtet (schließlich hat er ja alles beachtet) - stößt er oft auf Unverständnis und herbe Kritik.
Nach all den Anleitungen, Anweisungen und dem genauen Kalkül jeglicher Widrigkeit, die uns nicht in dem gewünschten Glanz repräsentieren könnten - wie z.B. Wind (Haare kaputt) hat man dann die eigene Mimik ganz vergessen gehabt.
Hätte er ja mal was sagen können.

Und wie seltsam muss ihnen das alles manchmal vorkommen!
Warum schaut sie nicht in die Kamera, sondern schräg nach unten links? (Ist da was runtergefallen?), warum findet sie sich auf dem Bild zu dick (sie ist doch wunderschön!) und wie kann ein gestelltes Bild ungestellt aussehen?
Ungeklärte Fragen, die jedoch durch die Kraft der Liebe, eine gewisse Portion Bestechung (individuell je nach Person – gerne in essbarer Form) und stetiger Ermunterung (Liebling, du bist mein Held) besänftigt werden können.

Wer von euch Männern jetzt denkt, es bleibt bei nur der einen Stellenbesetzung, der irrt sich gewaltig. Neben dem Leben als Modefotograf,  werden im sozialem Bereich Zusatzqualifikation im Bereich Seelentröster benötigt. Da wird getröstet, wenn man einen Leser verloren hat, solidarisch mittgewettert über anonyme Kritiken und neue Leser werden gefeiert, als wären es die eigenen.

Männer, zugegeben, wir sind Prinzessinnen und ihr habt es oft nicht leicht.
Auch, wenn ihr uns nicht immer verstehen könnt – keine Sorge, uns geht es umgedreht oft nicht anders. Aber ihr dürft gerne auch mal Prinz sein. Wir sind ja nicht so.
 Outfit
// weiße Longbluse H&M // vintage Shorts Levis // mintfarbener Cardigan vom Freund geliehen // derbe braune Lederboots Pieces // Gliederkette Flohmarkt //

10. Mai 2013

Only know you've been high when you're feeling low

 But you only need the light when it's burning low
Only miss the sun when it starts to snow
Only know your lover when you've let her go
Only know you've been high when you're feeling low
Only hate the road when you're missin' home
Only know your lover when you've let her go



7. Mai 2013

Zufriedenheit. Eine unserer leichtesten Übungen. Nicht.


Your living is determined not so much by what life brings to you as by the attitude you bring to life;
not so much by what happens to you
as by the way your mind looks at what happens.


Khalil Gibran

Khalil Gibran ist einer meiner allerliebsten Poeten - zumindest hält er sich schon lange Zeit auf den obersten Plätzen - ich bewundere Menschen, die mit den Worten spielen und jonglieren als wäre es das Einfachste der Welt.
Sie verzaubern uns nur mit Ihren Ideen und Gedanken, die sie zu Papier gebracht haben.
Ich wünschte mir oft, ich hätte auch ein magisches Können: wie zum Beispiel wunderschön singen zu können, fabelhaft malen zu können, hochintelligent zu sein und sich einfach alles merken oder vielleicht auch ein Instrument supertoll spielen zu können.

Oft bin ich unzufrieden, was ich bisher erreicht habe oder meistens geht es mir einfach nicht immer schnell genug, wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe. Erst gestern habe ich mich mit einer Freundin darüber unterhalten, warum es manchmal so schwer ist, einfach glücklich zu sein.

Muss man erst etwas Schlimmes erleben, damit man das Glück schätzen kann? Oder liegt es einfach nicht in unserer Natur sich zufrieden zu geben. Immer noch mehr wollen. Einen drauf setzen. Auf die Schnauze fallen. Aufstehen und weitermachen. Wie ein Karussell.

Wahrscheinlich ist es so, zufrieden geben nicht unser Ding. Aber vielleicht ist das ja auch gut so. Es ist weder schlecht, noch gut, sondern einfach unser Motor, ein Antrieb, der uns immer weiter nach vorne treibt und wir müssen nur lernen, ab und an mal auszusteigen aus dem Karussell. Damit uns nicht schlecht wird. Und dann geht's wieder drauf - irgendwie macht Karussell fahren ja auch Spaß..


Outfit für einen wundervollen Tag am Meer
// Meerblauer Maxirock Pimkie // schlichtes weißes T-Shirt H&M // Sandalen mit bunten Glitzersteinen no name // Strohhut H&M // Sonnenbrille Ray Ban //

6. Mai 2013

Ich packe meinen Koffer und nehme mit..



...auf jeden Fall nie das Richtige!

Für diejenigen, die meinen Blog vielleicht noch nicht so lange lesen oder ihn zum allerersten Mal sehen: ich bin eine heimatlose Nomadin.
Jedes Wochenende pendle ich also zwischen Kleiderschrank 1, 2 und 3 hin und her. Man könnte auch sagen "My home is my car". (Gut, das sage ich sogar sehr oft)

Am Donnerstag Abend denke ich regelmäßig daran, doch schonmal meine Tasche zu packen. So ganz in Ruhe - dann ist sicher alles dabei. Mache ich natürlich nicht. (nach jahrelanger Übung bilde ich mir hochmütig ein, das doch auch auf die Schnelle hinzubekommen)

Natürlich ist es von Woche zu Woche der selbe Spaß - wenn ich dann bei meinem Freund angekommen bin, fängt es meist schon an und natürlich habe ich alles mögliche vergessen.
Am allerbesten - und ich erzähle das nicht ohne ein gewisses selbstironisches Schmunzeln - ist es aber, wenn ich komplett konfus und ohne jedes Muster gepackt habe.
Beispiel 1 (noch im Winter):  Ich habe an jede Menge Schals gedacht - genau genommen drei (für 2 Tage, klar), drei Jeanshosen (dabei trage ich die ausgesprochen selten) und exakt Null Pullover.
Beispiel 2
(der Klassiker): Da ich oft Strumpfhosen trage, drängt sich mir nur in seltenen Momenten der Verdacht auf, auch Socken einzupacken (beispielsweise für die drei oben erwähnten Jeans)

Meist ist der Leidtragende natürlich mein Freund, der mit seinem sowieso schon eher spärlich ausgestattetem Kleideraufgebot mit geliehenen Socken, T-Shirts, Pullovern und Cardigans herhalten muss.
Ich wette er ist heilfroh, dass wir nicht die selbe Hosengröße haben. Gut. Ich aber auch.

Boyfriend-Look ist bei mir also meist weniger Trendbewusstsein, sondern pure Vergesslichkeit - aber muss ja niemand wissen.

Genau so war es natürlich wieder dieses Wochenende. Wetterbericht vom Freitag war ein Arsch. 7 Pullis dabei. 5 Paar Schuhe. Eine Jeansweste. Kein Top.

                                                                                             Nochmal danke, Liebling!
// Blümchen Shorts aus Cord H&M // T-Shirt mit Print freundliche Leihgabe // Jeansweste vintage // schwarze Ballerinas mit besticktem Absatz Zara // roter Ledergürtel H&M //